13. Bundesolympiade der russischen Sprache

Trier, 25. – 28. November 2015

Nachdem Frau Weber im Juli ausführlich über die Landesolympiade Russisch für Baden-Württemberg in Ulm berichtet hat, folgt nun die Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte:
Ende November fand in Trier die Russisch-Olympiade auf Bundesebene statt. Auf sechs Niveaustufen wurden die SiegerInnen ermittelt.

Zusammen mit sechs weiteren baden-württembergischen Olympionikinnen und Olympioniken trat ich (Niveau A1, Klasse 9a) gut vorbereitet durch Frau Weber und Frau Ruder die Reise nach Rheinland-Pfalz in die älteste Stadt Deutschlands an.
Begleitet und während des gesamten Aufenthalts in Trier hervorragend betreut wurde die BW-Gruppe von Frau Kathrin Müller vom Leibniz-Gymnasium in Stuttgart.

Die Zugfahrt nach Trier verlief ohne besondere Vorkommnisse, die Stimmung war bestens und die Spannung stieg mit jedem zurückgelegten Kilometer.

Da wir in Trier etwas verspätet ankamen, wurden wir nicht wie geplant vom Shuttle-Service in die Jugendherberge gebracht, sondern machten einen Abstecher in die nächstgelegene Burger-King-Filiale. Zu Fuß ging es dann direkt zum Max-Planck-Gymnasium, wo die offizielle Eröffnung der 13. Bundesolympiade stattfand. Zahlreiche Reden, musikalische Beiträge und russische Tänze stimmten uns auf die kommenden Tage ein.
Die Macher der Bundesolympiade, der Deutsche Russischlehrerverband, das Land Rheinland-Pfalz, die Stadt Trier, die Universität Trier und verschiedene Gymnasien hatten die Veranstaltung auf eine sehr vielfältige Art und Weise organisiert.

Am Donnerstagmorgen um 9 Uhr begannen die Prüfungen. Für uns A1-Stufler standen Hörverstehen (20 Minuten), Leseverstehen (40 Minuten) und Textproduktion („Beschreibe deine Heimatstadt“, 60 Minuten) auf dem Programm.

Viel Zeit zum Verschnaufen blieb uns (etwa70 SchülerInnen aus den unterschiedlichen Bundesländern) nicht. Gleich nach dem Mittagessen in der Schulmensa wurden die Recherche-Aufgaben verteilt. Wir Kandidaten der A1-Stufe erkundeten mit einer sehr netten Stadtführerin einen Teil Triers. Nach dem Abendessen lautete unser Auftrag, eine Präsentation zu erarbeiten mit dem Ziel, uns am Freitagvormittag bei der Jury als Stadtführer zu bewerben.
Dies bedeutete für uns alle eine sehr lange Nacht: An meiner PowerPoint-Präsentation und meinem mündlichen Text (vollständig auf Russisch) arbeitete ich von sieben Uhr abends bis fast drei Uhr morgens. Dann ging definitiv nichts mehr. Andere schafften es dank unzähligen Tassen Kaffee na[c]htlos bis zum Frühstück!

Die mündlichen Prüfungen selbst fanden in den Räumlichkeiten der Universität Trier statt. Anschließend zeigten uns Studenten des Fachbereichs Slavistik den beeindruckend großen Campus und beim erstaunlich leckeren Mittagessen in der Uni-Mensa fühlten wir uns bereits ein wenig „studentisch“.

Gut gestärkt und dennoch um Tonnen erleichtert - die Prüfungen waren geschafft! - tauchten alle Olympionikinnen und Olympioniken während einer zweistündigen Stadtrundfahrt in die Trierer Stadtgeschichte ein.

Den feierlichen Abschluss der Russisch-Olympiade bildete die festliche Abendveranstaltung mit Preisverleihung im Rokokosaal des Kurfürstlichen Palais.
Wie sich herausstellen sollte, war die BW-Gruppe um Frau Müller überaus erfolgreich:
Wir sieben Teilnehmer erzielten zwei erste und zwei zweite Plätze sowie einen dritten Platz und genossen den Abend mit unseren neuen Freunden in vollen Zügen.

Am Samstagvormittag traten wir die Heimreise an. Unsere Trolleys waren voll bepackt mit tollen Buch- und Sachgeschenken, Gutscheinen und Förderpreisen. Mein erster Platz fühlte sich an wie eine vorweihnachtliche Bescherung: ein Förderpreis i. H. v. 500 €! Und: Jeder nannte einen Designer-Coffee-to-go-Cup sein eigen (Kaffeekonsum…).

Für uns werden diese ereignis- und lehrreichen, v. a. aber wundervollen Tage in Trier unvergesslich bleiben. Schüler, Eltern, Lehrer und auch die Verantwortlichen vor Ort erlebten diese Olympiade als ein rundum gelungenes Ereignis, bei dem es nur Gewinner gab.
Im Vordergrund standen ein positiver Leistungsgedanke und die Begegnung der russischen und der deutschen Kultur in festlicher Atmosphäre.

Und wer weiß: Vielleicht schafft eine Siegerin oder ein Sieger aus Baden-Württemberg den Sprung zur Internationalen Olympiade der russischen Sprache, Literatur und Landeskunde 2016 in Moskau, um dort die Bundesrepublik Deutschland zu vertreten.

Большое спасибо и до свидания!

Kevin Schabo, Klasse 9a

 

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